Heute: Ausstellungseröffnung “30 Jahre Tschernobyl und 5 Jahre Fukushima” in Freising

Heute: Eröffnung der Ausstellung zum Thema Atomkraft anlässlich von 30 Jahren Tschernobyl und 5 Jahren Fukushima am 10.5. um 20:00 Uhr in Stadtbibliothek.

Die Ausstellung zeigt die gesamten Probleme der Atomkraft vom Uranabbau und seinen lebensverachtenden Abbaubedingungen über die direkten Gefahren beim Betrieb von Atromkraftwerken bis hin zur auch nach über 50 Jahren  Atromkraftnutzung immer noch nicht gelösten Endlagerung.

In eindrücklichen Bildern, erklärenden Grafiken und mit knappen Texten erzählt sie von den Hunderttausenden AufräumarbeiterInnen, deren Leben und Gesundheit Tschernobyl ruiniert hat, ebenso wie von den kranken und heimatlosen Kindern aus Fukushima. Sie zeigt, wie 1986 der radioaktive Fallout über ganz Europa niederging (und bis heute strahlt) und wie Japan heute vergeblich versucht, den durch den Super-GAU von Fukushima kontaminierten Boden flächendeckend abzutragen. Sie öffnet die Augen dafür, dass viele Millionen Menschen auf der ganzen Welt gesundheitliche Folgen der Atomkatastrophen zu tragen haben. Und sie spannt den Bogen bis zu den Atomkraftwerken, die hierzulande noch immer laufen: Auch hier ist eine Katastrophe jederzeit möglich.

Die letzten 8 Atomkraftwerke in Deutschland werden nicht mehr benötigt. Alleine 5 Atomkraftwerke liefern quasi nur noch für den Stromexport. Die letzten 3 könnten jederzeit durch Gaskraftwerke und Kraftwärmekopplungsanlagen ersetzt werden.

Zusammen mit einem schnellen und zielstrebigen Ausbau der Erneuerbaren – und nicht wie die derzeit künstlich abgebremste Energiewende – ist der schnelle Atomausstieg nicht nur der risikoärmere Weg der zukünftigen Energieversorgung. Er ist auch der einzige gangbare und kostengünstigste Weg, wenn man das gerade unterzeichnete Abkommen zum Pariser Klimagipfel 2015 ernst nimmt und die Dekarbonisierung der gesamten Energienutzung in den nächsten 20 Jahren ohne weitere unabsehbare atomaren Risiken durch Atomkraftwerke erreichen möchte. Denn eine nachträglich Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre ist mit nicht immensen Risiken für das Weltklima verbunden und würde uns ein Vielfaches des Weiteren schnellen Umstiegs auf 100% Erneuerbare Energie kosten.

Wir möchten alle Interessierten einladen mit uns die Ausstellung in der Stadtbibliothek zusammen mit Bürgermeisterin Eva Bönig zu eröffnen.

Dieser Artikel wurde eingestellt on Freitag, April 29th, 2016 at 23:08 and is filed under Allgemein. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can skip to the end and leave a response. Pinging is currently not allowed.

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