Fukushima – 1. AKW in Japan wieder am Netz / Um so wichtiger: Erneuerbare Energien sind lokal und global die Gewinner

Heute im newsletter:

- Japan setzt zum 2. Mal auf Atomkraft
- Tag der offenen Baustelle am Bürgerwindrad Kammerberg am kommenden Sonntag den 16.8.2015
- Erneuerbare Energien sparen allen Stromnutzern in Deutschland 11,2 Milliarden Euro (trotz oder wohl eher wegen der EEG-Umlage)
- Der Anteil des Erneuerbaren Energien-Stroms an der deutschen Bruttostromerzeugung steigt auf über 32,8%
- Siegeszug für Sonne und Wind

Japan setzt zum 2. Mal auf Atomkraft

Heute am 14.8.2015 beginnt in Japan die Stromerzeugung aus Atomkraftwerken zum zweiten Mal.

Nachdem nach der Katastrophe von Fukushima die Japanische Regierung alle Atromkraftwerke vom Netz genommen hatte (und es waren wor der Katastrophe 52 Reaktoren) sind der jetzigen Regierung scheinbar die Interessen der Industrie wichtiger als die Sorgen und Ängste der Bevölkerung. Noch hat sie aus der letzten Katastrophe gelernt.

Wäre der Wind aus einer anderen Richtung gekommen, dann wäre u.U. die Metropole Tokio nicht mehr bewohnbar gewesen, die Menschen hätten nicht evakuiert werden können.

Dieses zweite Mal kann keiner mehr behaupten er hätte nicht gewußt was er tut. Tschernobyl und Fukushima haben die Gefahren der Atomkraft in aller Schrecklichkeit vor Augen geführt. Eine Regierung die diesen Schritt ein 2. Mal geht scheint der Gesundheit seiner Bevölkerung wesentlich weniger Aufmerksamkeit zu schenken als den Interessen der Industrie, die um geringere Strompreise betteln und die Allgemeinkosten vernachlässigen sowie auch weiterhin im Atomgeschäft bleiben wollen.

 

Tag der offenen Baustelle am Bürgerwindrad Kammerberg am kommenden Sonntag den 16.8.2015

Am kommenden Sonntag findet ab 11:00 Uhr bis um 17:00 Uhr ein Tag der offenen Baustelle am Bürgerwindrad Kammerberg statt. Wer kommen möchte ist herzlich eingeladen.

Es besteht die einmalige Gelegenheit sowohl das letzte Stahlrohrsegment des Turm, als auch die Flügel und die Gondel und den Generator aus der Nähe zu betrachten.  Die Bürger Energie Genossenschaft – Freisinger Land lädt herzlich ein.

Für Essen und Trinken ist gesorgt.

Es gibt Führungen auch auf der Baustelle um 11:00 Uhr, um 14:00 Uhr und um 16:00 Uhr.

 

Erneuerbare Energien sparen allen Stromnutzern in Deutschland 11,2 Milliarden Euro

Laut eines Diskussionespapiers der Uni Erlangen-Nürnberg haben die Erneuerbaren Energien 2013 trotz der EEG-Umlage rund 11,2 Milliarden Euro für die deutschen Stromnutzer eingespart. In der Studie wurden die EEG-Kosten von 20,4 Mrd. Euro den rekonstruierten Mehrkosten der konventionellen Stromerzeugung ohne Wind und PV von 31,6 Mrd. Euro gegenüber gestellt. Das interessante ist die Rekonstruktion der ansonsten angefallenen Energiekosten. Und die belegt sehr anschaulich, dass erst mit den Erneuerbaren Energien eine Trendwende bei den Stromerzeugungskosten aufgetreten ist. Da dieser Trend auch noch extrem steil zu niedrigen Börsenpreisen geführt hat ergeben sich die doch erheblichen Einsparungen von 11,2 Mrd. Euro für die Stromkunden. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die Mehrkosten alleine von den privaten und mittelständischen Endkunden gezahlt werden und die Preissenkung allen gleichermassen zugute kommen. In der Summe haben die Großabnehmer also den Vorteil und die Mehrheit zahlt trotzdem drauf…

 

Der Anteil des Erneuerbaren Energien-Stroms an der deutschen Bruttostromerzeugung steigt auf über 32,8%

Damit überschreitet dieser Wert erstmals die 30%-Marke. Im Jahr 2014 lag er noch bei 27%

Siegeszug für Sonne und Wind

Weltweit befindet sich der Ausbau von Sonnenenergie und Windkraft auf dem Siegeszug währen sich fossilie und nukleare Kraftwerke auf dem Rückzug bewegen. 2014 wurde doppelt so viel Geld in erneuerbare Energien investiert wie in fossil-atomare. Seit der Jahrtausendwende hat sich die Solarenergie global verhundertfacht und die Windenergie verzehnfacht. Die Konsequenz: 2014 ging der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase erstmals seit Jahrzehnten leicht zurück trotz steigender Wirtschaftskraft. Der Preis für eine Kilowattstunde Solarstrom sank in Deutschalnd von 70 Cent im Jahr 2000 auf etwa acht Cent heute, in noch sonnenreicheren Ländern auf ca. vier Cent und weniger. Bis 2025 dürfte die Kilowattstunde Solarstrom in Deutschland noch etwa vier und im Süden etwa zwei Cent kosten – prognostiziert das Fraunhofer Institut. Deshalb ziehen immer mehr Investoren ihr Geld aus fossilen und atomaren Anlagen zurück – wie zum Beispiel der weltgrößte staatliche Vermögensfonds in Norwegen von Kohleinvestitionen. Die Menschen wollen die Energiewende – in Deutschland zu 72%. Dies positiven Entwicklungen werden auch von China, der größten Volkswirtschaft der Welt vorangetrieben: Dort gab es im Jahr 2014 sieben Prozent wirtschaftliches Wachstum, aber acht Prozent weniger Treibhausgase als im Vorjahr.

Dieser Artikel wurde eingestellt on Freitag, August 14th, 2015 at 14:34 and is filed under Allgemein. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can skip to the end and leave a response. Pinging is currently not allowed.

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