Fukushima-Mahnwache am Freitag um 19:00 Uhr

Fukushima-Mahnwache am kommenden Freitag, 19:00 Uhr, Marienplatz Freising (11.3.2016)

In dieser Woche jährt sich die Katastrophe von Fukushima zum fünften Mal. Doch auch heute noch sickert hochradioaktiv verseuchtes Wasser aus der offenen Ruine des Reaktors ungehindert ins Meer.

Bei jedem Regen gelangen in und um Fukushima mit dem Niederschlagswasser wieder und wieder radioaktive Partikel in die bewohnten Gebiete. Jeden Tag nimmt das Regenwasser sie aus den unbewohnten (evakuierten) bergigen Gebieten mit in die bewohnten Täler. Jeden Tag werden diese Partikel in Form von Staub von den Bewohnern inhaliert und in ihren Körper eingebaut. Und ein Ende ist nicht abzusehen!

Vor fünf Jahren explodierte das Atomkraftwerk in Fukushima!

Danach wurden in Japan alle anderen 53 Atomkraftwerke vom Netz genommen. Doch letztes Jahr wurde das erste gegen den massiven Protest der japanischen Bevölkerung wieder eingeschaltet. Angeblich soll es jetzt das sicherste Atomkraftwerk der Welt sein.

Auch in Deutschland wurden in den letzten fünf Jahre 9 der 17 Atomkraftwerke abgeschaltet. Die restlichen acht (davon noch drei bayerische) Atomkraftwerke laufen noch und sollen erst bis Ende 2022 abgeschaltet werden. Also noch gute 6 Jahre in denen die Bevölkerung das Risiko tragen soll. Deswegen fordert das Freisinger Bündnis für den Atomausstieg den schnellstmöglichen Atomausstieg. Gleichzeitig wird öffentlich über den Gefahrenübergang und das wirtschaftliche Risiko der Endlagerung auf den Staat nachgedacht, damit die Aktionäre von eon etc. weiter von Gewinnen träumen können und der Staat die Altlasten der bisherigen Gewinne übernimmt.

Verantwortung übernehmen:

Schlussendlich geht es in der Energieversorgung um die unbequeme Wahrheit, dass wir für unser Tun die Verantwortung übernehmen müssen:
Jeder Reaktor kann jederzeit durch ein technisches oder ein menschliches Versagen außer Kontrolle geraten – und schon ist Fukushima in Deutschland, in Frankreich, in Belgien oder in Tschechien.
Dasselbe gilt für unser unfassbar egoistisches Verbrennen von Kohle, Öl und Gas. Jeden Tag verbrennen wir die Menge die in einer Million Jahren entstanden ist. Gleichzeitig entsorgen wir den Abfall (CO2) in die Atmosphäre und hinterlassen ihn wie den Atommüll unseren Nachkommen. Das ist verantwortungslos und egoistisch.
Ein Ende dieser „Verbrennung der Lebensgrundlage der Menschheit“ kann nur der schnelle Umstieg auf die Erneuerbaren Energien bringen. Dies fordert unser Bündnis für den Atomausstieg am Freitag – am fünften Jahrestag.

Dafür versammeln wir uns am kommenden Freitag, den 11. März um 19 Uhr am Marienplatz in Freising und mahnen den Atomausstieg und den Umstieg auf Erneuerbare Energien an.

Es sprechen:
- Jürgen Maguhn, Sprecher des Freisinger Bündnisses für den Atomausstieg zum Thema: Fukushima 5 Jahre nach der Katastrophe
- Andreas Henze, Sprecher des Freisinger Bündnisses für den Atomausstieg zum Thema: Forderungen des Freisinger Bündnis zum schnellstmöglichen Abschalten der Atomkraftwerke und den unumgänglichen schnellen Umstieg auf Erneuerbare Energien

Musikalisch begleitet wird die Mahnwache vom Goldberg Projekt.

Dieser Artikel wurde eingestellt on Dienstag, März 8th, 2016 at 19:11 and is filed under Allgemein. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can skip to the end and leave a response. Pinging is currently not allowed.

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