Fukushima-Mahnwache am Mo. 12.3.2018

Fukushima-Mahnwache am kommenden Montag, 18:30 Uhr, Marienplatz Freising (12.3.2018)

Seit sieben Jahren besteht die Reaktor-Katastrophe von Fukushima. Und auch heute ist die Katastrophe weder beendet, noch ist ein Weg klar, wie sie beendet werden kann. Denn immer noch sickert hochradioaktiv verseuchtes Wasser aus der offenen Ruine.

Danach wurden in Japan alle anderen 53 Atomkraftwerke vom Netz genommen. Vor drei Jahren wurde das erste Atomkraftwerk gegen den massiven Protest der japanischen Bevölkerung wieder eingeschaltet. Mittlerweile sind drei japanische Atomkraftwerke wieder am Netz.

Auch in Deutschland wurden in den letzten sieben Jahren 10 der 17 Atomkraftwerke abgeschaltet. Als letztes wurde zum Jahreswechsel der Block B des bayrischen Atomkraftwerks Gundremmingen abgeschaltet. Doch Block C des wohl gefährlichsten Atomreaktors Deutschlands läuft weiterhin. Die restlichen sieben (davon noch zwei bayerische) Atomkraftwerke laufen noch und sollen erst Ende 2019, 2021 bzw. 2022 abgeschaltet werden. Es dauert also noch fast fünf Jahre, in denen wir – die Bevölkerung – das Risiko tragen sollen. Deswegen fordert das Freisinger Bündnis für den Atomausstieg den schnellstmöglichen Atomausstieg. Gleichzeitig produziert Deutschland Stromexport-Überschüsse in der Größenordnung von fünf großen Atomkraftwerken, während Windstrom abgeregelt wird – da u.a. die benötigten Stromleitungen durch laufende Atomkraftwerke blockiert sind – und andere Kraftwerke still stehen..

Verantwortung übernehmen

Schlussendlich geht es in der Energieversorgung um die unbequeme Wahrheit, dass wir für unser Tun die Verantwortung übernehmen müssen:
Jeder Reaktor kann jederzeit durch ein technisches oder ein menschliches Versagen außer Kontrolle geraten – und schon ist Fukushima in Deutschland, in Frankreich, in Belgien oder in Tschechien.
Dasselbe gilt für unser unfassbar egoistisches Verbrennen von Kohle, Öl und Gas. Jeden Tag verbrennen wir die Menge, die in einer Million Jahren entstanden ist. Gleichzeitig entsorgen wir den Abfall (CO2) in die Atmosphäre und hinterlassen ihn wie den Atommüll unseren Nachkommen. Das ist egoistisch und verantwortungslos.
Ein Ende dieser „Verbrennung der Lebensgrundlage der Menschheit“ kann nur der schnelle Umstieg auf die Erneuerbaren Energien bringen. Dies fordert unser Bündnis für den Atomausstieg auf der Mahnwache am Montag zum siebten Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima.

Dafür versammeln wir uns am kommenden Montag, den 12. März um 18:30 Uhr am Marienplatz in Freising und mahnen den Atomausstieg und den Umstieg auf Erneuerbare Energien an.
Musikalisch begleitet wird die Mahnwache vom Goldberg Projekt.

Dieser Artikel wurde eingestellt on Mittwoch, März 7th, 2018 at 16:11 and is filed under Allgemein. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can skip to the end and leave a response. Pinging is currently not allowed.

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